Zulassungs­behörde «Swissme­dic»

(Vor 2002: IKS = «In­ter­kan­to­na­le Kon­troll Stel­le für Heil­mit­tel»)

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Schweizerisches Heilmittelinstitut

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Aufgabe

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Die «Swiss­medic» ist die Schwei­ze­ri­sche Zu­las­sungs- und Auf­sichts­be­hör­de für Heil­mit­tel. Sie er­füllt ih­ren ge­setz­li­chen Auf­trag und ar­bei­tet na­tio­nal und in­ter­na­tio­nal mit Part­ner­be­hör­den zu­sam­men.

Sie sorgt da­für, dass die zu­ge­las­se­nen Heil­mit­tel qua­li­ta­tiv ein­wand­frei, wirk­sam und si­cher sind. Da­mit leis­tet sie einen we­sent­li­chen Bei­trag zum Schutz der Ge­sund­heit von Mensch und Tier und tra­gen zur Si­che­rung des Wirt­schafts- und For­schungs­stand­or­tes Schweiz bei.

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Aus die­ser kur­zen Be­schrei­bung der Auf­ga­ben, las­sen sich aber nicht al­le De­tails des Auf­trags er­ah­nen, den der Bund der Swiss­me­dic ge­ge­ben hat. So um­fasst der Auf­trag nicht nur Zu­las­sung und Über­wa­chung der Me­di­ka­men­te, son­dern auch Ge­rä­te (vom Spi­tal­ap­pa­rat bis hin zur Pin­zet­te im Haus­halt), Diag­no­se-Ver­fah­ren und Ab­gren­zung zwi­schen Me­di­ka­ment und Le­bens­mit­teln oder Kos­me­ti­ka. Aber auch was wie be­wor­ben wer­den darf, ent­schei­det oft die Swiss­med, was al­ler­dings nicht im­mer zum Nut­zen der Kon­su­men­ten aus­fällt. Ein Bei­spiel da­für ist ein Ent­scheid der Re­kurs­kom­mis­sion für Heil­mit­tel (www.zumkukucksei.net/krup/smpv-06-d-1.pdf) vom 27. April 2006, in dem die­se Kom­mis­sion das Ver­bot auf­hebt, dass in der Wer­bung die Preis­un­ter­schie­de zwi­schen Ori­gi­nal­prä­pa­ra­ten und Ge­ne­ri­ka nicht ge­nannt wer­den dür­fen.

Ganz all­ge­mein wird der Auf­trag "Schutz des Wirt­schafts­stand­or­tes" sehr ernst ge­nom­men, wenn es um die Phar­ma-In­dust­rie geht. Kran­ken­kas­sen­prä­mien und Be­zahl­bar­keit des Ge­sund­heits­sys­tems tre­ten da oft arg in den Hin­ter­grund. Manch­mal er­scheint es gar als ob die Swiss­me­dic den Kran­ken­kas­sen in maf­fiö­ser Art un­sin­ni­ge Ent­schei­de ver­ord­net. Viel­leicht kom­men die­se aber manch­mal auch sel­ber auf so kost­spie­li­ge Ideen. Es dürf­te im Ein­zel­fall schwie­rig sein, her­aus­zu­fin­den, wo der Hund be­gra­ben liegt.

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1995

Ein Freund be­nö­tigt je­des Vier­tel­jahr ein teu­res Me­di­ka­ment. Eines Ta­ges ent­deckt er, dass das in Ba­sel her­ge­stell­te Me­di­ka­ment gleich jen­seits der Gren­ze, in St-Louis nur einen Vier­tel vom Preis in Ba­sel kos­tet. Er kauft es da­her in Frank­reich zum viel güns­ti­ge­ren Preis und denkt, das wer­de auch der Kran­ken­kas­se hel­fen, zu spa­ren. Das hat es dann auch: die Kran­ken­kas­se hat sich ge­wei­gert, den klei­ne­ren Preis zu ver­gü­ten.

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2011

2011 ent­hüllt die Pres­se, dass der Be­ta­bloc­ker «Sor­tis» in der Schweiz sechs so teuer ist wie im na­hen Deutsch­land.

Es gibt aber auch noch an­de­re Be­son­der­hei­ten des Me­di­ka­ments. Zu­las­sungs­in­ha­be­rin ist die Fir­ma Pfi­zer AG, Zü­rich. Ver­kauft wird das Me­di­ka­ment in Pac­kun­gen zu 30 oder 100 Tab­let­ten, mit je 10, 20, 40 oder 80mg Wirk­stoff. Die Pac­kung zu 100 Tab­let­ten hat in der Schweiz einen fi­xen Preis, un­ab­hän­gig da­von, wie­viel Wirk­stoff die Tab­let­ten ent­hal­ten; nicht ganz ein­leuch­tend.

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Ca. 2008/2009

Bis da­hin ha­ben die meis­ten Spi­tä­ler eine täg­lich in grös­se­ren Men­gen ge­brauch­te Subs­tanz in ih­rer Spi­tal­apo­the­ke her­ge­stellt. Plötz­lich wird das ver­bo­ten, oh­ne er­sicht­li­chen Grund. Die Spi­tä­ler müs­sen die Subs­tanz nun zu einem weit hö­he­ren Preis bei der Phar­ma ein­kau­fen.

Es fällt auch dem nor­mal­be­gab­ten Kon­su­men­ten auf, die Swiss­me­dic be­kun­det enor­me Mü­he, auch Ge­ne­ri­ka zu­zu­las­sen und er­höht die Büro­kra­tie, um klei­ne­re Fir­men da­von ab­zu­hal­ten, Zu­las­sungs­ge­su­che ein­zu­rei­chen. Es schmä­lert wohl die Ren­di­ten bei der boo­men­den Phar­ma.

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Gerüchte­küche

Man hört da natür­lich auch Ge­rüch­te:

  1. Die Swiss­me­dic soll ja auch den For­schungs­platz Schweiz för­dern. Sie ent­schei­det also we­sent­lich mit, was ge­forscht wer­den darf oder soll. Und da sol­len vor al­lem Po­lit-Stra­te­gen den Aus­schlag ge­ben, nicht die Me­di­zi­ner. Da schei­nen man­che Ent­schei­de eher der Phar­ma zu ge­fal­len als den Me­di­zi­nern oder Spi­tä­lern.
  2. Und wer Ent­schei­de der Swiss­me­dic in Fra­ge stellt, lan­det un­wei­ger­lich auf einer schwar­zen Lis­te und wird kalt­ge­stellt, das heisst be­ruf­lich sa­bo­tiert. Das er­in­nert stark an maf­fiö­se Ge­ba­ren.